Summerrain - Fantasy Rpg

Manchmal ist es Zeit zu gehen, alles liegen zulassen und Lebewohl zu sagen. Manchmal fühlen wir es einfach: Wir sterben. Ist es wirklich ein Ende? Nein, denn eine andere Welt geht nun weiter. Bist du bereit den Preis zu zahlen?
 
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 Zimmer Nummer 314

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Henry

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BeitragThema: Zimmer Nummer 314   So Aug 15, 2010 9:21 pm

Ein recht großes, für zwei Leute ausgelegtes Zimmer. Henry und Bob, der Schmetterlingsmensch, wohnen hier. Henry hat eine Trennwand aufgebaut, um den unansehnlichen Prozess von Verpuppen und Befreien nicht immer mit anzusehen. Es gibt ein eigenes Bad mit Dusche, Badewanne, WC und Waschbecken. Henrys Seite beinhaltet ein Bett, einen Schrank, einen Schreibtisch, sowie Nachtschrank und einem Bücherregal. Dann gibt es noch einen kleinen "Wohnbereich", indem eine Couch, und ein Fernseher steht.
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Henry

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   So Aug 15, 2010 9:34 pm

( kommt von den Fluren )

Henry trat, ohne zu klopfen, in das Zimmer ein, wo Bob, der Schmetterlingsmensch, bereits auf der Couch lungerte und sich, in einer Raupengestalt, mit Chips vollstopfte. Nebenbei lief eine Reality-Show, in der ein paar Verrückte sich mit Sachen bewarfen, um in die nächste Runde zu gelangen. Wer traf und nicht getroffen wurde, durfte weiter.
»Oh, Henry! Wo warst du? Ich hab dich seit dem Unterricht nicht mehr gesehen!«, rief Bob und winkte mit einem seiner kleinen, wulstigen Ärmchen.
»Ich war beim See, mit einigen neuen Freunden«, antwortete Henry beiläufig, während er zielstrebig zu seinem Schrank lief, und eine neue Boxershorts, sowie einen neuen Schlafanzug heraus nahm, die Kleidung auf das Bett warf und sich aus seinen bisherigen Klamotten schälte.
»Beim See?«, rief Bob laut und streckte sich, um seinen dicken Kopf um die Trennwand zu schieben, um Henry ansehen zu können. »Was hast du da gemacht? Wolltest du nicht lernen?«
»Doch, doch«, erwiderte Henry und zog sich bereits den Schlafanzug in eisblau wieder an, knöpfte das Oberhemd des Pyjama zu, »ich habe gelernt. Aber dann war dort eine Lady in Not und ich musste sie zum See führen. Dort haben wir dann ein wenig herumgesessen.«
»Oha«, rief Bob, »oha, oha.« Eine weitere Hand Chips verschwand in seinem Maul. Ein vereinzelter Chip landete auf der dicken Brust der Raupe. Henry stopfte seine Sachen, die er am Morgen anziehen wollte, in eine Umhängetasche und spazierte an Bob vorbei in das Badezimmer, um dort anzufangen, sich die Zähne zu putzen.
»Und was hast du jetzt mit der Tasche vor?«, fragte der Schmetterlingsmensch viel zu neugierig. Er legte die Chips weg, und hievte seinen massigen Körper in die Höhe, um ins Badezimmer zu kriechen. Dort ließ er sich schwerfällig auf den Badewannenrand fallen.
»Warum machst du dich so schick?«, fragte er, als Henry sich noch einmal die Haare kämpfte.
Henry zuckte mit den Schultern. »Ich schlafe auswärts.«
»Bei der Lady?« Bob grinste ein schelmisches, breites Grinsen.
Der Dämon nahm die Bürste und schlug dem Schmetterlingsmenschen leicht auf den Kopf. Bob hielt sich kurz den Kopf und sah ihn schräg an. »Na?«
»So ähnlich. Wir sehen uns im Unterricht, Bob«, meinte Henry und ging aus dem Bad, um seine Decke und sein Kissen zu krallen, und aus dem Zimmer zu marschieren.

( OW: Zimmer 045 )
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Henry

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 5:26 pm

Henry trat ein, wartete, bis Nami im Zimmer war, und schloss leise die Tür. Er lauschte, ob Bob ein Lebenszeichen von sich gab – wartete allerdings vergeblich. Vielleicht schnarchte der Schmetterlingsmensch einfach jetzt nicht mehr? War doch... möglich?
Der Dämon spähte um die Trennwand und sah den Kokon, wie immer, an der Decke hängen. Doch er zitterte ein wenig. Das war doch kein gutes Zeichen, oder? Sonst war Bob immer sehr, sehr still, sofern es nicht um die Lautstärke seines Schnarchen ging.
Plötzlich platzte der Kokon und der Schmetterlingsmensch fiel herab, mit dem Gesicht fing er seine Landung ab und richtete sich dann keuchend auf. Die zarten, viel zu kleinen Flügelchen verhädderten sich noch an den klebrigen Fäden.
»Ouch«, rief Bob und befreite sich aus der Misere, indem er die Flügelchen losriss. Sie litten darunter, doch er tat es mit einem Schulterzucken ab. Dann sah er auf. Henry zog schnell den Kopf zurück hinter die Trennwand und presste sich anselbige. Mit einem flehendem Blick bat er sie, ruhig zu sein und keinen Mucks von sich zu geben.
Hoffentlich... hoffentlich rennt sie nicht hin...
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 5:37 pm

(kommt vom Flur)

Nami betrat dicht hinter Henry das Zimmer und sah es einfach als Spiel, dass sie so schlichen und sich versteckten. Als sie jedoch seinen flehenden Blick bemerkte, sich ruhig zu verhalten, konnte sie einfach nicht anders. Solche Momente musste man einfach ausnutzen, wenn sie sich ihnen bot und sie beugte sich zu ihm hoch, strich ein paar Haarsträhnen von ihm zur Seite und flüsterte ihm etwas ins Ohr: „Was bekomme ich, wenn ich weiterhin mitspiele?“
Sie grinsten breit zu ihm hoch und war nun wirklich gespannt, was passierte. Drei Möglichkeiten mahlten sich ihr aus. A) er würde wirklich einen Vorschlag von sich geben, B) Bob hätte sie leider Gottes Willen gehört und alles wäre für die Katz‘ oder aber C) Henry würde überhaupt nicht mitspielen und a) sich selbst Bob zeigen oder b) sich schnellstmöglich und leise aus dem Zimmer stehlen.
Gut so waren es zugegeben nicht ganz drei Möglichkeiten, da eine der Möglichkeiten, sich ja wieder aufteilte, aber was soll’s? Mathe war noch nie ihre Stärke gewesen.
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Henry

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 5:42 pm

Bob schleppte sich geräuschvoll und schwerfällig durch seinen Teil vom Zimmer und schlich müde an ihnen vorbei ins Badezimmer. Als die Badezimmertür zuschlug, atmete Henry erst einmal auf. Dann warf er Nami einen strafenden Blick zu.
»Du bekommst gar nichts. Ich kann ja so tun, als würde ich schlafen, und wenn Bob wieder kommt, sieht er dich und schlägt Alarm. Oder aber ich tue so, als hätte ich geschlafen, schreie auf, Bob kommt aus dem Bad, sieht dich und schlägt ebenfalls Alarm. Egal, wie du es drehst – ich bin hier superior«, flüsterte er und seufzte dann. »Also? Bist du leise?«
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 5:50 pm

Mit offenstehendem Mund sah sie diesem Wesen hinterher und wurde erst durch Henrys Worten wieder zurück in die Realität geholt.
„Das ist jetzt gemein, aber du hast etwas vergessen: Ich werde, wenn dem so wäre, mich in Dampf auflösen lassen und aus dem Fenster verschwinden.“, sagte sie mit Folgegedanken: //Kann ich nur hoffen, dass der Wind draußen nicht allzu stark ist, sonst befinde ich mich sonst wo//
„Aber sag mal, wieso verstecken wir uns überhaupt? Das ist doch auch dein Zimmer, ist es denn so… abwegig und schlimm, wenn du mal jemanden mitnimmst?“, wollte die Blonde wissen und sah den Blauhaarigen fragend an, jedoch achtete sie darauf immer noch leise zu flüstern.
Somit schob sie seine Frage, ob sie nun leise sei, schön beiseite.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 5:58 pm

»Das ist nicht gemein, das ist das harte, wahre Leben, die Realität. Hier ist nichts mit eine Hand wäscht die andere. Hier gilt: survival of the fittest – derjenige, der sich am besten anpasst, darf noch eine Generation weiterleben. Verstanden?« Dann deutete er kopfschüttelnd zu den Fenstern. »Die sind zu. Aus Sicherheitsgründen. Bob versucht dauernd herauszuspringen, und ist schon manches mal in den Bäumen darunter gelandet. Natürlich nicht gerade unverletzt. Zwar muss man bei mir keine Angst haben, dass ich im Schlaf herunterspringen will, aber wegen Bob sind beide verriegelt. Ich habe zwar den Schlüssel, aber ich sage dir hier ja wohl nicht, wo ich ihn aufbewahre. Ich behalte gerne das Szepter.«
Einen Moment zögerte er, lauschte, und bemerkte mit verzogenem Gesicht, dass Bob sich gerade auf der Toilette entleerte.
»Natürlich ist das abwegig! Bob ist ein Tratschmaul und ich habe keine Lust, meinen guten Ruf zu verlieren! Ich bin ein Baskerville, auch wenn ich verstoßen wurde – und ich bin der letzte wahre! Ich kann die Ehre meiner Familie nicht in den Dreck stecken!«
Betroffen schwieg er. Was rede ich überhaupt? Die Zeit liegt 386 Jahre zurück! Ich sollte mich vielleicht dem neuen Lebensstandart anpassen...
Henry seufzte. »Tut mir Leid.«
Doch dann schreckte er auf, die Badezimmertür öffnete sich, ohne dass der Wasserhahn gelaufen hatte.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 6:15 pm

Das mit dem geschlossenen Fenstern ließ sie eigentlich kalt. Würde es hart auf hart kommen, dann müsste sie das Fenster einschlagen und verschwinden. Einschlagen im Sinne von, sie lässt etwas zu Eis gefrieren, im Notfall einen Teil von sich selbst, und stieß dieses durch das Glas. Hätte sie gewusst, was er als nächstes sagen würde, hätte sie diese zuvor spontane Idee nicht für so greifbar nah gesehen.
Die Blonde schloss kurz ihre Augen und spürte, wie sich ihr Magen verkrampfte. „Du hältst mich also für Dreck, hm?“, sagte sie nun ziemlich laut. Die Tatsache, dass Bob wohl gerade in der Tür stand und es hören musste ließ sie ziemlich kalt und sie drehte sich kurz um die eigene Achse, bis sie das erste Fenster entdeckte. Sogar ein Glas mit Cola sah, das darunter auf dem Nachttisch stand und dieses zu scharfen Eis werden ließ um ein zwei Zentimeter großes Loch in der Scheibe entstehen ließ.
„Tschau“, sagte sie noch, ehe sie selbst zu Wasser und nicht wie zuvor gedacht zu Dampf, wurde und aus dem Fenster verschwand. Hinaus in die Dunkelheit.
Das einzige, was sie bei dieser Aktion nicht bedacht hatte, war, dass sie durch dieses kleine Loch nicht ihre Sachen mitnehmen konnte, die nun zurück in dem Zimmer blieben. Auf dem Boden lagen.

OW: Park oder so xD
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 6:36 pm

Henry tauschte mit Bob verwunderte Blicke, als Nami sich ziemlich beleidigt, aber dafür auch ziemlich spektakulär aus dem Zimmer befreite. Bob robbte ein wenig auf das Fenster zu, drückte einmal gegen die feinen Risse – das Fenster bog sich an dieser Stelle ein wenig - und zog den Finger zurück. Ein bisschen Insektenblut trat aus einem kleinen Schnitt. Bob verzog wehleidig das Gesicht.
»Oi, Henry? Wer war die Schnalle?«
Angesprochener zuckte mit den Schultern und ging ebenfalls zum Fenster, um Namis Klamotten aufzuheben. Sie scheint sauer zu sein... Naja, wenn sie mir die Worte im Mund umdreht... Wenn sie mich nicht versteht... Ihr Problem.
Er sah der Dampfwolke hinterher, als er den Blick hob, schüttelte dann aber den Kopf.
Bob stieß ihn mit dem Ellenbogen an.
»Na? Antworte!« Er steckte sich den Finger in den Mund, um das Blut abzulecken, das immer noch aus dem Schnitt hervorquoll.
»Nami Hanimaji«, antwortete Henry und legte die Kleidung zusammen, hängte sie sich über den Arm. Bob stieß ihn wieder an.
»Und? Kommt da noch was?«
Der Engländer legte den Kopf schräg.
»Was sollte kommen?«
Der Schmetterlingsmensch zuckte mit den Achsel und deutete mit dem angeschnittenen Finger auf ihn. Stieß damit gegen seine Schulter, saute seinen Pyjama ein. Henry betrachtete den roten Fleck mit unverhohlener Missachtung.
»Wer ist sie?«, fragte Bob leise und sah zu der langsam hinabsinkenden Dampfwolke.
Henry erwiderte: »Ein Wassergeist. Nymphenähnlich, würde ich sagen. Muss ich sie mal fragen, wenn sie wieder mit mir redet. Falls dies je wieder vorkommen sollte.«
Bob schüttelte den Kopf. Seine Miene deutete darauf hin, dass er Henrys Verhalten ganz und gar nicht verstand. »Du kannst sie jetzt doch nicht wütend abziehen lassen. Das geht nicht. So bekommst du sie nie.«
»Ich hatte nie vor, sie zu besitzen.«
Der Schmetterling sah ihn verständnislos an. »Trotzdem!«, rief er nach einer Weile und überlegte dann ansgestrengt, wie er wohl dem Dämonen weiterhelfen konnte. Schließlich zuckte er mit den Schultern, wandte sich zum Fenster und schob sich wieder auf es zu.
»Sorry, Henry. Das muss jetzt sein.« Und somit schmiss sich der Schmetterling gegen die Scheibe. Sie barst unter dem gewaltigen Körper des Schmetterlingsmenschen und er fiel zu Boden.
Henry stellte sich in den Fensterrahmen und schrie Bob hinterher: »Bob, du Idiot!«
Er verbiss sich in Namis Kleidung und sprang hinterher. Noch im Sprung verwandelte er sich in eine vier Meter große Raubkatze, packte Bob, der mit ausgebreiteten Armen und Flügeln gen Boden segelte, und landete dann auf drei Pfoten.

OW: »Gartendingens«


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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 9:34 pm

Henry trat leise ein, Bob empfing ihn mit einem gespannten Gesicht. Er hoppste auf und ab, auch wenn es ziemlich grotesk mit seinem Äußeren aussah, und fragte immer wieder, und immer schneller, wie es denn gelaufen war. Henry knurrte ihn einfach nur leise an, er solle bitte still sein, da verstummte der Schmetterling und zog sich in seinen Teil des Zimmers zurück.
Henry warf sich auf sein Bett, beziehungsweise auf die leere Matraze und rollte sich zusammen, so wie er es als Katze tun würde. Der Tag hatte eigentlich ganz nett angefagen – der Abend und die Nacht waren fatal gewesen.
»Bob...«
»Hm....?«, brummte der Schmetterlingsmensch.
»...sie ist sehr nett.«
»Ach, ist dem so?«
Henry murmelte ein »Ja«, verstummte dann.
Selbst auf Bobs wiederholte Namensrufunge reagierte er nicht.
»Dann gute Nacht...«
»Nacht, Henry...«
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 10:28 pm

(kommt von Zimmer 022)

Nami ging im Dunkeln die Treppen hoch. Ihr Blick fiel auf eine Wanduhr, die nur schwer zu erkennen war und sie strengte sich an, zu erkennen, wo die Zeiger standen. 2:26 Uhr las sie schließlich ab. Sie biss sich auf einen ihrer Finger, als sie in eine Scherbe getreten war. Es war wohl eine kleine spitze Scherbe von der Weinflasche. Aus Reflex wollte sie sich heilen, aber dann fiel ihr ein, dass sie dies nicht machen durfte. Noch 23 Stunden. Aus dem Grund ging sie einfach weiter. Wie sie ihren hin und wieder aufkeimenden Ehrgeiz doch hasste in solchen Momenten. Aber gut, das war jetzt Nebensache.
Sie stand vor dem Zimmer von Henry und Bob. Sie hätte schon fast wieder kehrt gemacht, entschloss sich aber dann doch keinen Rückzieher zu machen. Sehr zaghaft klopfte sie an.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 10:32 pm

Henry hatte nur einen sehr, sehr leichten Schlaf. Der Schlaf einer Leibwache. Jedes Geräusch, sollte es auch noch so leise sein, ließ ihn aufschrecken. Das hatte ihn schon so manche, schlaflose Nacht eingebracht, doch er beschwerte sich nicht.
Und nun klopfte es.
Sofort schlug er die Augen auf und blickte zu seinem Wecker, auf dem 2:31 Uhr stand. Wer wollte um diese Uhrzeit etwas von ihm?... Er tastete kurz um sich, merkte, dass seine Matraze nass war. Stimmt, er hatte im Regen gestanden und hatte sich einfach hin geschmissen. Das war falsch gewesen. Vielleicht wurde er krank. Aber er hatte das Licht. Das Licht würde es schon hinbiegen.
Henry stand auf und ging zur Tür. Er öffnete sie. Sollte dort ein Mörder sein, würde dieser nicht weit kommen. Henrys Reflexe waren zu gut. Aber da war kein Mörder. Erstaunt schaute er noch einmal genauer hin. »Nami?«
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 10:44 pm

Nami wartete und wollte schon fast wieder zurück in ihr Zimmer laufen, denn irgendwie war diese Aktion leicht absurd um diese Uhrzeit. Dann aber hörte sie jemanden aus einem Bett steigen und Schritte.
Als schließlich die Tür aufging und Henry ihren Namen sagte brachte sie als erstes nur dümmlich ein „ja?“ raus, bis ihr klar war, dass das keine wirkliche Frage war, oder besser gesagt bereits eine vollständige unausgesprochene, die eine Antwort erwartete.
„Deine Tasche.“, sagte die Blonde schließlich und nahm sie sich von der Schulter um sie ihm zu reichen. Dabei mied sie es aus irgendeinem Grund ihm in die Augen zu schauen.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 10:50 pm

Verwundert starrte er sie an. »Was machst du hier?« Doch da reichte sie ihm auch schon mit zwei schon fast bitter ausgesprochenen Worten seine Tasche. »Vielen Dank«, sagte er lächelnd und nahm sie entgegen, »aber das hättest du wirklich morgen machen können. Es ist spät. Musst du nicht schlafen? Du wirst müde sein.«
Aus dem hinteren Bereichen des Zimmers drangen Bobs Schnarchgeräusche, gedämpft durch den Kokon. Henry musterte sie von Kopf bis Fuß und merkte eine Spur aus kleinen Blutfleckchen, manche verschmiert, manche noch kugelrund auf dem Boden.
»Hast du dir wehgetan?«, fragte er und deutete mit einem Nicken auf das Blut auf dem Boden, bis ihm einfiel, dass es ziemlich dunkel war. Glücklicherweise befand sich einer der Etagenlichtschalter neben der Tür. Ohne hinzusehen klatschte er mit der Hand auf den Schalter und mit einem dröhnenden Röhren sprang die Neonleuchte an.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 11:00 pm

„Gern geschehen. Und… ich weiß nicht, warum ich es dir nicht erst morgen bringen wollte. Aber meine Müdigkeit hält sich noch in Grenzen, das weiß ich.“, meinte sie und lächelte nun wieder.
Dann aber fiel auch ihr Blick auf den roten Fleck am Boden. „Ah, ja, ich hab mir eine Scherbe eingetreten. Ist halb so schlimm!“, winkte sie blinzelnd ab, da sie von dem Licht geblendet wurde. Sie war wohl schon zu lange einfach im Dunklen gewesen.
„Du bist ja noch ganz nass.“, stellte sie dann aber fest, als sie sich an das Licht gewöhnt hatte und sich ihn genauer ansah.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 11:05 pm

Henrys Verblüffung blieb weiterhin in sein Gesicht geschrieben, doch wenn sie nicht müde war, dann war es doch nur ihr Recht, durch das Gebäude zu schleichen. Wenn es ihr gut tat, bitte...
»Scherbe? Von der Weinflasche, hm?« Er drückte wieder den Lichtschalter und plötzlich kehrte wieder Stille und Dunkelheit in den Gang zurück. Stattdessen flackerte nun ein kleines, nicht gerade helles, Lichtlein in seiner Handfläche auf. Es reichte gerade, um ihre Gesichter zu beleuchten. »Ich kann es dir heilen, wenn du möchtest. Allerdings muss ich mich dafür konzentrieren und es dauert einen Moment. Dafür musst du dich setzen, es sei denn du kannst ganz still auf einem Bein stehen.« Er lächelte sie an und deutete in sein Zimmer hinein.
Als sie meinte, er wäre noch nass, schaute er sich an und tastete seinen Oberkörper ab. »Stimmt. Wird aber gehen.«
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 11:14 pm

„Ja, von der Weinflasche. Höchstwahrscheinlich zumindest.“
Die Blonde nickte kurz: „Wenn du derjenige bist, der es heilt, müsste es eigentlich in Ordnung sein. Dabei muss ja nicht ich meine Fähigkeiten benutzen.“ Dann trat sie auch schon in das Zimmer ein und erinnerte sich, wo das Bett stand, um sich auf dieses zu setzen. //Auch nass//, musste sie dabei feststellen.
„Du solltest dich nachher umziehen, sonst wirst du noch krank.“, mahnte sie ihn leicht und leise, da sie davon ausging, dass der Schmetterlingsmensch schlief und sicherlich nicht geweckt werden wollte.
Sie rutschte weiter ins Bett und zog ihren Fuß auf dieses. Dann besah sie sich selbst die Wunde. Sie fühlte sich nun größer an, als zuvor. Aber zum Glück war die Scherbe draußen.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 11:24 pm

Henry schloss die Tür und setzte sich neben sie auf das Bett. »Warum setzt du deine Fähigkeiten nicht ein?«, fragte er, während er nach ihrem Knöchel griff, um sie sanft zu zwingen, ihn sich ihren Fuß ansehen zu lassen. »Ob ich nun krank werde, oder nicht, ist im Moment relativ. Es ist mir egal, ob ich krank werde. Krankenheiten erwischen Dämonen meistens nicht so hart. Außerdem kann ich den Heilungsprozess durch meine Magie beschleunigen.« Ihr Fuß blutete immer noch, es war ein recht tiefer, aber nicht unbedingt langer Schnitt. Es gab keine Scherbe mehr, die er hätte rausziehen müssen, also war das Unangenehmste schon geschafft, ohne dass er hätte etwas tun müssen. Allerdings waren tiefe Wunden immer schlechter zu heilen, als breite, großflächige, aber oberflächliche Wunden. Aber er wäre nicht Henry, wenn er es nicht auf Anhieb schaffen könnte.
Er atmete einmal tief ein, und aus, schloss die Augen. Als er sie wieder öffnete, leuchteten sie leicht silbrig auf – das Licht des Mondes schien durch das zersplitterte Fenster und verlieh ihm seine Kraft. Mondlicht war nicht ganz so stark wie Sonnenlicht. Aber Henry war erfahren. Es sollte gehen Dass das Fenster zerbrochen war, war eigentlich praktisch, da so das Licht besser und ungebrochen hineinleuchtete, aber man musste es ja reparieren.... Normalerweise würde ich er jetzt denken, dass Bob das Fenster ersetzen müsste, aber er konzentrierte sich, ließ sich nicht ablenken.
Er hob eine Hand und silbriges, helles Licht legte sich wie eine zweite Haut um seine rechte Hand, die er nun leicht auf ihre Wunde legte. Das Licht sickerte in den Schnitt und ließ sich die Haut als erstes reproduzieren. Die Wunde war geschlossen, kein Blut trat mehr aus. Manch eine würde denken: Und das Gewebe dadrunter? Musste das nicht zuerst zusammen? Nein, Henry heilte von außen nach innen. Genau genommen war das auch der Weg, wie es normalerweise, also auf natürlichem Weg heilte. Denn erst bildete sich Schorf. Er hielt sich ganz an die Natur.
Die Haut wuchs nach, und dann floss das Licht bis zum tiefsten Punkt des Schnittes. Dort breitete es sich aus und ließ sich die Zellen wieder reproduzieren. Kaum drei Minuten später war kein Schnitt mehr zu sehen, nicht mal eine Narbe. Nur rosige Haut.
Henry ließ die Hand sinken, blinzelte und seine Augen wurden wieder normal. Er lächelte, wenn auch ein wenig müde. Heilungen, wenn man sowieso müde und es dunkel war, war eine knifflige Angelegenheit und erforderte viel Maß an Konzentration und Energie. Aber es ging.
»So. Alles wieder heil.« Zur Demonstration strich er leicht über ihren Fuß und wartete auf eine Reaktion wie ein Kichern.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 11:35 pm

„Ich hab mir spontan vorgenommen 24 Stunden auf meine Fähigkeiten zu verzichten und daran halte ich mich jetzt auch.“, erklärte sie ihm und sah ihm interessiert zu. Sie fand es wirklich spektakulär, was er dort praktizierte. Seine Augen glichen wirklich ein wenig der Mondfarbe.
„Ich wusste noch gar nicht, dass du heilen kannst.“, meinte sie dann lächelnd. Gut, sie musste zugeben, dass sie anfangs ein wenig Angst vor diesem Licht hatte. Sie hatte sich seit ihrer Kindheit nicht mehr von anderen heilen lassen. Das Heilen war eines der Dinge, die sie als erstes erlernt hatte und immer weiter ausbaute.
Als er über ihren Fuß strich, musste sie wirklich kichern und zog ihren Fuß zu sich zurück. „Nicht kitzeln!“, brummte Nami ein wenig, musste aber lächeln und strich sich selbst über den Fuß. Es war wirklich wieder geheilt.
„Bist du müde?...“, fragte sie dann schließlich, als sie ihm wieder in die Augen sah und bemerkte, dass auch sie langsam immer müder wurde.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 11:41 pm

»24 Stunden auf Fähigkeiten verzichten...«, wiederholte er nachdenklich, »...hm, mir sollte das nicht schwer fallen. So oft benutze ich meine Magie hier sowieso nicht. Schließlich sind wir hier an einer Schule...« Dann zuckte er mit den Schultern. »Es gab keinen Grund, zu verraten, dass ich es kann. Und du hast nicht gefragt.« Er lächelte und gähnte müde. 2:46 Uhr zeigte der Wecker schon. »Das ist ein gutes Zeichen. Dass es kitzelt. Die Nerven sind also ganz.« Ich habe gute Arbeit geleistet, dafür, dass ich das lange nicht mehr tun musste, lobte Henry sich selbst und grinste matt. »Ja, bin ich«, murmelte er und blinzelte gegen die aufkommende Müdigkeit. »Ich schlafe dann ein bisschen... Du kennst dich ja aus... Fühl dich wie zuha-...« Der Rest ging unter in ein unverständliches Gemurmel. Der Tag hatte seinen Tribut gezollt, der wenige Schlaf, den er bisher erlangt hatte, war kaum erholsam gewesen. Nun sackte Henry einfach zur Seite, und begann, leise und rythmisch atmend zu schlafen.
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Mi Aug 18, 2010 11:59 pm

„Ja…dir wohl nicht, ich hingegen benutze sie in jeder freien Minute.“, sagte sie und nickte auf seine Aussage bezüglich seines Könnens hin nur. Er hatte ja recht. Dann aber kippte er auch schon zur Seite. „Eh?! He-!...“, sie stoppte in ihrem Ausruf, da ihr auffiel, dass er nur schlief.
//Er kann doch nicht einfach auf dem kalten Boden schlafen… Da wird er bestimmt noch krank.//, dachte sie sich ein wenig besorgt. Moment mal… sie war besorgt? Irgendwie fand sie ihre letzten Aktionen sowieso sehr… eigenartig, aber dieses Gefühl der Besorgnis verwirrte sie nun nur noch mehr. 2:48 Uhr und sie griff schließlich nach seiner Tasche um von dort seine Decke und sein Kissen herauszuholen. Alles in leisen Bewegungen. Sie wollte ihn nicht wecken, er sah so erschöpft aus, fand sie und hob leicht seinen Kopf an um das Kissen unter diesen zu schieben und ihn wieder zurückzulegen. Dann warf sie vorsichtig die Decke über ihn und betrachtete ihn kurz, bis sie dachte ein leichtes Zittern an ihm zu bemerken. Sie konnte sich dies aber auch gut eingebildet haben. Sie war ja selbst auch schon müde und sie wollte jetzt nicht wieder diese ganzen Stufen hinabgehen. Nicht, dass sie noch einmal in eine der Scherben trat, oder schlimmer, wie er auf einmal zur Seite kippte und die Treppen hinunterfiel! Platzwunde mit Schädeltrauma erlitt, nein nein, das riskierte sie lieber nicht. Denn sie würde sich nicht selbst verarzten können.
Nach einer Weile, als sie einfach nur auf dem Bett saß und ihn angesehen hatte und ein wenig nachgedacht hatte, legte sie sich langsam zur Seite und winkelte nun ihre Beine zu ihrem Körper nach oben an. Nah am Rand. Der letzte Gedanke, den sie hatte, ehe sie einschlief war, dass sie heute bitte nicht schlafwandeln würde. Denn sonst würde sie entweder auf Henry steigen, oder über ihn drüber stolpern. Beide der Möglichkeiten waren für mindestens einen nicht ganz schmerzfrei.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 8:35 am

Henry schlief, wie immer, nicht besonders tief. Allerdings forderte die Erschöpfung einen gewissen Tribut, er war aber bereit, diesen zu zahlen, immerhin hatte er so Nami helfen können. Das Mädchen wollte ihre Fähigkeiten nicht benutzen? Welchen Grund gab es wohl dafür?
Es war ihre Entscheidung, und er akzeptierte sie.
Auf jeden Fall dämmerte er in einer Art Halbschlaf vor sich hin, als er wieder Geräusche hörte. Unfähig, etwas zu tun, und mit schummrigen Wahrnehmungen. Aber da! Eine Hand, ein Kissen unter seinem Kopf, eine Decke. War es Bob? War Nami eigentlich schon gegangen? Er wusste es nicht, war aber unheimlich dankbar. Noch ein wenig schlafen, bevor man sich wieder aus dem Bett quälen musste… Ja, das war genau das, was er jetzt brauchte.
Eine Nacht, in der der Schlaf von Träumen geprägt wird, ist meistens ziemlich anstrengend, vor allem, wenn es sich um Alpträume handelte. Doch die Träume ließen ihn in einen Tiefschlaf verfallen, was ihn doch nur gut tun konnte.
Ein Traum war so markant, dass er sich am nächsten Morgen noch erinnern sollte:
Im Hintergrund: Der Brunnen Wandelbarkeit des Seins. Er hob die Hand, um ihren Arm zu fassen – doch sie glitt durch ihr Handgelenk hindurch. Das einzige, was blieb, war ein feuchter Schimmer von Wasser in seiner Handfläche. ‚Ärgerlich!‘, grummelte er, doch sie lachte ihn nur schadenfroh aus. ‚Weißt du, was ärgerlich ist? Sterben.
Sterben?‘, hakte Henry nach und legte den Kopf schräg. ‚Wie kommst du darauf?
Sie grinste schief. ‚Ich dachte nur: Was würde er sagen, wenn er jetzt stürbe? Und ich bin zu dem Ergebnis gekommen, dass du ‚ärgerlich‘ sagen würdest.
Der Dämon war verwirrt, ließ sich aber nichts anmerken. Ein Feind? Natürlich. Wasser war ein Feind. Das starke Licht der Sonne ließ Wasser verdampfen. Das Wasser war noch zornig über die Lichtdämonen. Damals, wo der Wassergott auf die Lichtdämonenkönigin getroffen war, waren ihre Völker noch im Einklang. Doch als sich Wassergott und Lichtdämonenkönigin verliebten, und sich näher kamen, verdampfte der Wassergott unwiderruflich, und die Völker des Wassers hassten das Licht fortan, sobald es in solch konzentrierter Form vor ihnen trat, wie ein Lichtdämon.
Ach… Musst du das Erbe deines Volkes tragen? Den Hass, die Rachedürste?
Möglicherweise‘, antwortete sie barsch, ‚aber ich wüsste nicht, was dich das angeht.
Er zuckte mit den Schultern, lächelte.
Ich schere mich nicht um die Elemente.
Dann lächelte auch sie.
Ich mich auch nicht – solange es nicht um Wasser geht.


Henry schlug die Augen auf, streckte sich, gähnte. Er hatte gut geschlafen! Aber was war das für ein Traum gewesen? Ein merkwürdiger, den er noch deuten musste… Träume hatten für ihn noch nie eine belanglose Rolle gespielt, sondern hatten immer etwas mit seinem Leben zu tun gehabt. Aber was hatte der Brunnen im Hintergrund zu tun gehabt? Vielleicht… dass man sich verändern soll, wandeln, vom Erbe der Vergangenheit befreien?
Er schüttelte verwirrt den Kopf und schob die Decke von sich. Mittlerweile war er schon wieder trocken. Na Gott sei Dank. Und besonders schlecht fühlte sich der Dämon auch nicht. Also stand Henry auf, und fragte sich schon, ob er aus dem Bett gefallen war, da fiel ihm ein, dass Nami ja noch da gewesen war. Sein Blick wanderte unweigerlich zu seinem Bett, wo Nami noch schlief. Er furchte die Stirn. Wahrscheinlich war sie zu müde, um in ihr Zimmer zurückzukehren…
Henry hob die Decke auf und legte sie ihr sanft über den Körper. Danach holte er sich eine Jeans und ein weißes Hemd aus dem Schrank, verschwand im Bad und machte sich fertig. Als er dann wie gebügelt und poliert aus dem Bad kam, setzte er sich auf das Kopfende des Bettes, wo noch ein wenig Platz war zwischen tiefen Abgrund und Namis Kopf.
»Aufwachen. Es ist Morgen!«
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 12:37 pm

Nami hatte hingegen zu Henry einen traumlosen Schlaf. Zumindest glaubte sie dies, da das Einzige, was ihr in Erinnerung bleiben würde, wenn sie wieder aufwachte, ihr regelmäßiges Atmen sein würde.
Als es plötzlich warm wurde, blinzelte sie kurz, war aber zu müde um körperlich sonderlich darauf zu reagieren und schlief wieder leicht weiter. Henry hatte ihr in dem Moment die Decke übergeworfen.
Dann war wieder etwas, das nach Beachtung rief. Das Bett ging ein Stück nach unten und eine Stimme ertönte. „Aufwachen?...“, wiederholte sie eines der Worte leicht nuschelnd und setzte sich auf.
Wie jeden Morgen nach einer traumlosen Nacht, war sie ein wenig benommen, da dies, ihrer Meinung nach, immer einem Black Out gleich kam. Wenn sie träumte, war sie an Orten und befand sich irgendwo. Träumte sie jedoch nicht, war da auch nichts, an das sie sich hätte erinnern können, was in dieser Zeit geschehen war. Sie drehte sich in Richtung der Stimme und rieb sich ein paar Mal über die Augen bis sie von der Gestalt ein klares Bild bekam. „Henry?“, sprach sie ihren verwunderten Gedanken aus und ließ ihren Blick weiter über ihn schweifen. „Angezogen…auch angezogen.“, stellte sie nach der Reihe fest, als sie auch an sich hinabsah. //Mehr oder weniger, im Vergleich//
„Ich geh davon aus, dass ich nicht betrunken war.“, meinte sie wieder leise, streckte sich kurz und dachte nach, was passiert war und vor allem was sie hier machte. Langsam aber sicher erinnerte sie sich auch wieder an den gestrigen Abend und an die Nacht.
Sie ließ diese Gedanken kurz auf sich ruhen, ehe sie wieder zu sprechen ansetzte: „Wie spät ist es denn?“
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Henry

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 9:10 pm

Henry grinste leicht, als sie noch ganz schlaftrunken aufsetzte und vor sich hin murmelte. Er hatte allerdings keine Schwierigkeiten, zu verstehen, was sie sagte. Er lachte. »Warum auch nicht angezogen? Es ist schließlich schon 7:10 Uhr.« Der Dämon stand auf und ging zu Bobs Teil vom Zimmer, in dem sich der Kokon ziemlich bewegte. Und kurz darauf erschien ein 'wunderschöner' Schmetterling. Bob kratzte sich den Bauch und grinste ihn verschlafen an. »Hoi, Henry... Wie spät?« Er zuckte mit den Schultern. »Mittlerweile vielleicht schon 7:12 Uhr.«
Bob ließ sich nicht aus der Ruhe bringen, bedankte sich für die Auskunft und stapfte ins Badezimmer. Bob würde sich jetzt die Zähne putzen und seinen Schmetterlingskörper in eine hosenähnliche Klamotte quetschen, die sechs Beinöffnungen hatte, durch die er seine Beinchen stecken konnte.
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 9:16 pm

„Zehn nach Sieben erst? Pfui, böse, da schläft man noch.“, meinte sie und gähnte kurz.
Als Henry aufstand, ließ sie sich wieder ins Bett fallen und zog sich die Decke über den Kopf. Nach dem Motto: Man sieht mich nicht und lässt mich in Ruhe. Sie hörte noch ein paar schwere Schritte, die sich in das Badezimmer schleppten.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 9:24 pm

Um diese Uhrzeit sind normale Menschen immer wach – schließlich müssen die ja auch zur Schule, oder zur Arbeit. Und die müssen sich schließlich umziehen.
Henry streckte sich und sah amüsiert zu, wie sie die Decke über den Kopf zog.
Verstecken hilft nichts. Die Sonne lacht, jede Pfütze von gestern Nacht getrocknet – in vierzig Minuten geht die Schule los.“ Bob rotzte derweil lautstark ins Waschbecken seine Zahnpasta aus.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 9:31 pm

Nami versuchte ihn wirklich zu ignorieren. Hielt es jedoch nicht durch und schob die Decke wieder ein Stück runter. „Du willst wirklich, dass ich zum Unterricht gehe, oder?...“, fragte sie ihn schließlich.
Dann sah auch sie zum Fenster. Zur Lichtquelle. „Was hast du in der ersten Stunde? Ich hab noch keinen festen Stundenplan erhalten… Ich glaube, das bekommt niemand so wirklich.“
Sie stand auf und streckte sich ausgiebig durch. „Das… hört sich irgendwie eklig an… und unpassend… draußen Sonnenschein und Vogelgezwitscher und hier drinnen…“, sie sah zur Badezimmertür und schüttelte sich kurz.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 9:36 pm

Henry lachte nur über ihren Versuch, weiterhin unter der Decke zu bleiben, bis sie sich schließlich doch darunter hervorbequemte. »Ja. Wieso auch nicht? Schließlich sind wir nur dazu an der Schule, nicht wahr?«, antwortete er und klopfte gegen die Badezimmertür. Bob murrte nur etwas in Richtung Jaja. »Was ich habe? Keine Ahnung, die Kurspläne hängen ja noch nicht aus – deswegen weiß ich nicht, in welche ich hineingesteckt wurde. Deswegen gehe ich einfach immer in irgendeinen, der mir gerade sinnvoll erscheint.«
Bob öffnete die Tür und grummelte ihn an, dann klopfte er dem Dämon auf die Schulter und zwinkerte Nami kokett zu. »Na, Kleines? Gut geschlafen?«
Henry ignorierte Bob und zuckte mit den Schultern. »Bob war schon immer ein ganzer Kerl...«, erwiderte er ausweichend und sah zu Nami hinüber.
Bob fragte: »Und? Welchen Kurs tun wir uns als erstes an?«
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 9:48 pm

Auf seine Aussage, dass sie ja zum Lernen an der Schule waren, lächelte sie nur ein wenig. Denn lernen sollte sie hier, aber nicht ganz das, was er wohl dachte, dass sie lernen müsste.
„Ich denke, ich hab ganz gut geschlafen, ja. Kann mich nicht mehr daran erinnern.“, gab sie Bob als Antwort.
„Der erste Kurs, den ich ansteuern werde ist mein Bad und mein Kleiderschrank. Und danach, gute Frage. In welchem Kurs muss man wenig denken? Dieser wäre der sinnvollste, dann kann ich weiter schlafen.“, sagte die Blonde grinsend und sie deutete kurz an sich herab, da sie ja nichts weiter als ein Nachthemd anhatte. Damit hatte sie nicht vor in den Unterricht zu gehen. Nicht, wenn sie nicht ihre Fähigkeiten benutzte.
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BeitragThema: Re: Zimmer Nummer 314   Do Aug 19, 2010 9:53 pm

Bob grunzte. »Naja, du wirst ja wohl wissen, ob der Schlaf erholsam war? Also, ob du jetzt erfrischer bist, als gestern, als du eingeschlafen bist.«
Henry knuffte ihn in die Seite, der Schmetterlingsmensch boxte dafür auf seinen Oberarm. Wenn der wüsste, wie leicht ich ihn killen könnte... Wenn ich gezählt hätte, wie oft ich das schon gedacht habe...
Der Dämon hob eine Augenbraue. »Ein Kurs, in dem du weiter schlafen kannst? Du scheinst nicht die aufmerksamste Schülerin zu sein, nicht wahr? Auch wenn Bob eher zu den Mädchen sieht, als zur Tafel, sogar er hat mehr Motivation.«
Bob nickte es grinsend ab.
Henry seufzte resigniert. »Dann steuer mal deinen Schrank an.«
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