Summerrain - Fantasy Rpg

Manchmal ist es Zeit zu gehen, alles liegen zulassen und Lebewohl zu sagen. Manchmal fühlen wir es einfach: Wir sterben. Ist es wirklich ein Ende? Nein, denn eine andere Welt geht nun weiter. Bist du bereit den Preis zu zahlen?
 
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 Die Flure des Nebengebäudes

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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Di Aug 17, 2010 11:07 pm

„Na dann, aber du schienst mir eben dort drinnen nicht wirklich glücklich mit der Situation.“, begründete sie ihre überstürzte Handlung.
„Kann sein… ich bin wohl noch zu jung um so etwas genau festzustellen.“, meinte sie lachend und hob kurz ihre Braue, als ihr auffiel, dass er ganz schön an der Flasche zu hängen schien. „Dass du mir ja kein Alkoholiker wirst. Das passt nämlich irgendwie nicht zu dir.“
„Zäh wie Honig, als Vergleich zur Zeit. Genau das meinte ich mal, dass du dich… alt anhörst.“,
sagte sie und grinste ihn an.
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Henry

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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Di Aug 17, 2010 11:13 pm

»Ich habe es dort drinnen gehasst. Die Anwesenheit fremder Personen macht mich verrückt«, gestand Henry nachdenklich und richtete den Blick wieder auf die Flasche.
»Ich hänge an ihr?«, fragte er irritiert, »Ich würde sie fallen lassen, um dir das Gegenteil zu beweisen, aber du hast es mir verboten. Nimm du sie.« Henry hielt Nami die Flasche hin. Sollte sie nicht zugreifen, würde er sie tatsächlich fallen lassen, das wäre allerdings ihre Schuld gewesen. Er zuckte mit den Schultern.
Ich war kein Alkoholiker. Ich bin kein Alkoholiker. Ich werde nie ein Alkoholiker sein. Ich werde vielleicht mal hin und wieder einen über den Durst trinken... Aber abhängig von so etwas Unwichtigem...? Niemals. Nicht Henry Baskerville.
Der Dämon hob eine Augenbraue. »Ich mag bildliche Vergleiche. Das hört sich zwar blumig und altmodisch an, aber besser als Gossenslang.«
Sein Blick richtete sich wieder nach vorn, auf die Treppe zum ersten Stock, an der sie nun angekommen waren. »Willst du Bob mal sehen? Er schläft bestimmt schon und wird nichts merken.«
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Di Aug 17, 2010 11:21 pm

„Ach so? Wieso denn? Wenn man nie die Anwesenheit einer fremden Person duldet, dann kann man auch nie neue Leute kennenlernen.“, gab sie zu bedenken und nahm zögerlich die Flasche wieder an sich. Nicht, dass er sie wirklich noch fallen ließe.
„Da hast du wohl recht… in ein paar hundert Jahren werde bestimmt auch ich mich alt anhören. Wie es mir davor graust…“, gestand sie ehrliche und ein Frösteln durchzog ihren Körper, sodass sie sich unweigerlich kurz selbst umarmte.
„Bob? Dieser Schmetterlingsmann? Na klar, wieso nicht. Ist bestimmt lustig jemand schlafenden zu wecken und dann schnell abzuhauen!“, interpretierte sie seine Aussage von nichts merken falsch. „Wo lang?“
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Henry

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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Di Aug 17, 2010 11:30 pm

Henry antwortete geduldig: »Ich dulde die Anwesenheit fremder Personen. Ich habe auch nie etwas anderes behauptet. Aber ich kann die Situationen nicht ganz so gut hinnehmen und wegstecken. So ist das. Zu hohe Geräuschkulisse. Zu unberechenbare Leute. Ich kann sie nicht einschätzen – das macht mich unsicher, und diese Tatsache lässt mich halbwegs durchdrehen. Mein Training war hart und liegt jetzt wirklich fast vierhundert Jahre zurück: aber es hat mein ganzes Leben geprägt. So etwas lässt sich nicht verdrängen. Ich bin wachsam und misstrauisch. Tut mir Leid.«
Er schwieg daraufhin und blieb vor der Treppe stehen, fasste mit einer Hand an das Geländer. Starrte nach oben, wo es in pure Dunkelheit zu führen schien.
»Du wirst sehen: mit dem Alter wächst auch der Verstand. Es wird dir nicht schlimm vorkommen...« Henry hielt inne. »Das hört sich dämlich an, verzeih und vergiss es.« Als sie fröstelte legte er ihr eine Hand auf die Schulter. »Alles in Ordnung?«
Wieder blickte er hinauf. Drei Treppen... drei dunkle Treppen mit jeweils vierzehn Stufen.
»Du hast mich falsch verstanden, Nami... Ich dachte eher daran, ihn schlafen zu lassen... Aber egal. Folg mir.« Und schon huschte der Dämon beinah lautlos die Stufen in die Dunkelheit hinauf.
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Di Aug 17, 2010 11:38 pm

„Ja, ich versteh dich schon irgendwie… du wirst ja auch schon viel erlebt haben, was? Mein Leben war bisher ziemlich… gleich und eintönig kann man sagen.“ Sie lächelte ihn kurz wieder an.
„Vergessen… werde ich es nicht. Aber du kannst ruhig sagen, dass ich noch dumm bin. Ich bin eben ich.“, meinte sie nun wieder breit grinsend und winkte kurz mit ihrer Hand ab, als er sie fragte, ob alles in Ordnung sei. „Alles bestens.“
„Hnnnn… dann lassen wir ihn eben schlafen, wenn du dem so wünscht. Heilige Scheiße… ich hab glaub ich gerade was von deinem Vokabular übernommen.“, sagte die Blonde wirklich ein wenig über sich selbst geschockt und folgte ihm dann die Treppen hinauf. „Du weißt aber schon, dass wir auch Licht anmachen könnten, wenn du willst. Auch wenn es im Dunklen mehr Spaß macht!“
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Di Aug 17, 2010 11:44 pm


»Wie auch immer«, schloss Henry schon leicht mürrisch das Thema, während er ins nächste Stockwerk hastete. Oben angekommen drückte er auch schon den Lichtschalter. Der Gang blieb dunkel, doch oben, eine Treppe weiter, wurde es bereits heller.
»'Wenn du dem so wünscht' hätte ich niemals gesagt«, bemerkte Henry, lächelte sie kurz an und lief dann weiter. Durch dunkle Gänge schleichen, mit einem Mädchen an meiner Seite, das anscheinend noch nie Verantwortung für etwas übernehmen musste... Vater würde mich ohrfeigen. Als er die Hälfte der Treppe hinter sich gelassen hatte, schlich sich unweigerlich ein kleines, zartes Grinsen auf seine Lippen. Aber Vater ist nicht da.
»Ich weiß, dass ich Licht anmachen kann. Aber der erste Stock ist tendenziell immer der, in dem die meisten Schüler randallieren. Die Zimmer in den oberen Stockwerken sind die am meisten belegten. Hat mit dem Gefühl von Sicherheit der Lebewesen zu tun. Außerdem ist dort die Aussicht schöner. Aber wie du dir denken kannst, wird der ein oder andere ein wenig trinken – und dann schaffen es die meisten es gerade noch in den ersten Stock. Und du weißt bestimmt, dass es im Vollrausch auch mal echt witzig sein kann, mit einem Besenstil nach Lampen zu hieben.« Besserwisser..., sagte er zu sich selbst und war dann auch schon im zweiten, nun beleuchteten Stock angekommen.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 12:06 am

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„Nicht? Was hättest du denn anstelle dessen gesagt?“, fragte sie nun aber doch etwas neugierig und folgte ihm weiter die Treppen hinauf.
„Ach weißt du, ich bin gerne im Erdgeschoss. Da bekommt man auch immer ziemlich viel mit.“, meinte Nami und hörte ihm weiter zu. „Mit einem Besenstil nach Lampen hieben? Hört sich wirklich witzig an… du hast mich auf ne Idee für meine nächste…. Abwesenheit gebracht.“, drückte sie sich nun beschönigt aus und stolperte über die letzte Sufe, die sie übersehen hatte, obwohl sie ja nun schon im Hellen waren.
Aus Reflex griff sie nach Henry, was ihr jedoch nicht ganz gelang und ihn somit ein Stück nach vorne schupste. Sie selbst fiel zu Boden und blieb erst einmal ein wenig benommen liegen. „Uffa…“ Ihr Blick wanderte weiter zu den schönen großen rötlichen Lacken aus Wein. „Das ist jetzt… nicht gut…“, stellte sie fest und setzte sich auf.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 3:56 pm

»Was ich gesagt hätte? Ich hätte gesagt: ›Wie du dir wünschst‹, oder höchstens ›Wenn das dein ausdrücklicher Wunsch ist‹. Aber eigentlich tut das hier doch wenig zur Sache. Warum fragst du eigentlich?« Henry legte den Kopf schräg. »Du solltest möglichst keinen Vandalismus betreiben. Das ist strafbar, eine Ordnungswidrigkeit, und wird in Singapur mit Körperstrafe bestraft.« Er sah zu den noch intakten, aber manchmal falckernden Neonlampen hinauf, schüttelte aber den Kopf und wandte sich um, um die Treppe herunter zu schauen, wo Nami denn blieb.
Sie kam eher, als er gedacht hatte – sie stolperte (wahrscheinlich dachte sie, es käme keine Stufe mehr...), und griff nach ihm, langte ins Leere und fiel wenig elegant zu Boden. Wein trat aus der zerbrochenen Flasche aus und bildete rote Lachen, wie Blut. Oh, kombiniert mit dem Krach könnte man denken, hier wäre schon wieder jemand getötet worden.
Er hob eine Augenbraue und lächelte leicht belustigt. Doch er streckte ihr, anstatt sich Schadenfreude hinzugeben, lieber die Hand hin und fragte höflich: »Ist dir etwas geschehen?«
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 4:09 pm

Gerade als sie noch darauf etwas sagen wollte, dass sie ja dann abhauen könnte, würde der Schaden auf sie zurückfallen, lag sie ja bereits am Boden. Sah immer noch leicht betreten aus und ergriff dann Henrys Hand um aufzustehen.
„Nein, nein, alles in Ordnung.“, winkte sie lächelnd ab und sah sich kurz um. „Fenster… Fenster….“, murmelte und fand dann auch eins, welches sie öffnete. Dann führte sie ein paar Handbewegungen aus und ließ den Wein durchs offene Fenster hinunter platschen.
„Die Scherben… haben wir jetzt einfach nicht gesehen!“, beschloss Nami lachend und lief dann die nächste Treppe hinauf, bei der sie immer jeweils zwei Stufen auf einmal. Was sich bei ihrer „Größe“ jedoch als leichte Herausforderung herausstellte und sie auf der Hälfte kurz auf Henry wartete.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 4:15 pm

Henry zog Nami auf die Beine und lächelte, ließ sie dann los, als sie wieder festen Stand erlangt hatte. »Dann ist ja gut.« Die Suche nach einem Fenster war nicht schwer, aber bevor er neben sich auf eines der Fenster deuten konnte, fand sie auch schon eines und ließ den Wein aus dem Fenster plätschern.
Henry sah auf die Scherben, aber darauf hatte Nami auch schon eine Antwort.
»In Ordnung... Aber... warum hast du ihn aus dem Fenster gekippt...? Der war sicherlich nicht gerade billig.« Als sie dann aber auch schon lossprintete, seufzte er nur und folgte ihr.
Oben, im dritten Stock angekommen, verbeugte er sich galant vor Nami und seine Augen blitzten sie schelmisch an. »Wenn Ihr mir bitte folgen wollt, Mylady? Hier geht es lang.« Und schwuppdiwupp waren sie auf dem Weg in Zimmer Nummer 314 – das viertezehnte Zimmer von links auf der rechten Seite, im rechten Flur.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 4:37 pm

„Warum ich ihn aus dem Fenster gekippt habe? Gute Frage, ich hatte wohl einfach keine leere Flasche oder dergleichen bei mir. Du etwa?“, meinte die Blonde und folgte ihm dann weiter nach oben.
Ihr fiel sein Blick auf und sie hob kurz ihre Braue. „Dein Blick… was hast du vor?“, fragte sie ihn dann direkt und folgte ihm zu seinem Zimmer. Dabei ließ sie ihren Begleiter jedoch nicht aus den Augen bzw. aus den Augenwinkeln. //Henriette scheint zu Henry werden!//, dachte sie sich und ein breites Grinsen zierte sich auf ihren Lippen, während sie versuchte nicht laut zu lachen.
//Momentaner Aufenthaltsort: Zimmer Nummer 310. Eine von vielen Türen im dritten Stock eines Wohngebäudes einer Schule. Einer Schule für andere Wesen. Uhrzeit: 24 Minuten vor Mitternacht. Was passiert als nächstes? Hinter der Tür seines Zimmers befindet sich gar nicht sein Zimmer sondern eine Leichenkammer? Vielleicht lauert dort irgendetwas? Wenn ja was? Wenn ja, was?//, all diese Fragen schossen ihr in den Kopf, als sie sich ein wenig umsah, die Zimmernummer entdeckt hatte, eine Uhr, dessen Sekundenzeiger bedrohlich tickte und die Lampen über ihnen flackerten und somit alles in eine schön schaurige Gegend verwandelte. Wie in einem Psychothriller oder Horrorfilm. Ihre Phantasie ging eindeutig wieder mit ihr durch. Ihm Unterbewusstsein wusste sie es, aber so war das Leben ihrer Meinung immer viel interessanter, wenn man sich Träumen und Phantasien hingeben konnte.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 4:52 pm

»Hm, leuchtet ein«, gestand Henry und zog seinen Zimmerschlüssel aus der Hosentasche. »Was ich vorhabe? Wir wollten uns doch Bob ansehen. Oder eher: du wolltest ihn wecken und wegrennen.«
Nami schien auf irgendeine Weise paranoid zu werden, jedenfalls ließ sie ihn keinen einzigen Augenblick aus den Augen. Der Schlüssl schrappte einmal über das Blech des Schlosses, bevor er einrastete.
»Angst?«, fragte er lächelnd. Es war schon eine merkwürdige Atmosphäre.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 5:07 pm

„Wäre doch gut möglich gewesen, dass du noch etwas anderes vor hattest?“, blieb sie jedoch weiterhin bei einer ihrer Gegenfragen.
Angst ist der falsche Ausdruck. Wohl mehr: blühende Phantasien!“, klärte Nami ihn auf und grinste ein wenig und sah zum Schlüsselloch. Er machte es auch wirklich spannend. Immer schön alles in die Länge ziehen und in einem unerwarteten Moment dann: BAM!
Und wieder waren Gedanken und Handlungen ihrerseits nicht getrennt, da sie zusätzlich zu dem gedachten „Bam“ laut in die Hände klatschte. Dieser Laut hallte noch ein wenig in den Gängen nach. Die Blonde murmelte nur ein „Ups.“ Und kratzte sich kurz ihren Hinterkopf aus Verlegenheit.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 5:11 pm

»Was denn zum Beispiel?«, fragte Henry verwundert und drehte den Schlüssel, öffnete leise die Tür. Was für eine Phantasie... Blühend ist da schon beinah untertrieben. Wuchernd trifft es besser!, dachte er seufzend, als sie in die Hände klatschte und das Geräusch einmal das gesamte Wohndistrikt aufweckte. Vermutlicherweise.
»Ups...«, wiederholte er sie leise und deutete hinein. Das Schnarchen, dass er eben noch hatte hören konnte, war mit sofortiger Wirkung verstummt. Bob ist wach... Der Dämon zuckte mit den Schultern und trat ein.

OW: Zimmer 314
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 5:15 pm

Seine Frage war von ihr im Echo in Vergessenheit getreten und sie folgte ihm einfach in sein Zimmer.

OW: Zimmer ersten drei Stellen von Pi.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 8:47 pm

(kommt vom Garten)

Nami war erstaunt, sehr erstaunt darüber, dass er auf einmal so viel von sich erzählte. Noch nicht einmal sie erzählte viel von ihrer Familie. Und sie musste zugeben, sie empfand Mitleid. Aber nicht nur das, da war noch etwas anderes, ein anderes Gefühl, das sie nicht ganz zuordnen konnte.
„Es… tut mir leid. Halt, sag jetzt nicht, dass du gut auf mein Mitleid oder so verzichten kannst.“, winkte sie gleich mit einer Handbewegung ab, da die meisten so etwas immer falsch auffassten.
„Und glaub mir, du hast ihn nicht enttäuscht. Ganz sicher nicht. Er war sicher stolz auf dich, auch wenn er es nicht gezeigt hatte. Denn wie du bereits erwähnt hast, würde einfach sein Stolz solche Dinge nicht zulassen.“, endete sie schließlich und sie lief den dunklen Gang entlang.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 8:57 pm

Die Dunkelheit, die sie beide umfing, war auf eine merkwürdige Art und Weise wohltuend. Obwohl seine Augen besser waren, als die von normalen Menschen, doch solch tiefe, schwarze Dunkelheit, die nur von manchen, kleinen, weit entfernten Lichtquellen erhellt wurden, ließ seine Welt in einem fast eintönigen Grau vor ihm hin wabern. Namis Gesichtszüge blieben ihm fast gänzlich verborgen. Und dafür war er dankbar. Auch, dass sie sein Gesicht nicht gut erkennen konnte – wie er hoffte. Denn es hatte einen entrückten, traurig-melancholischen Ausdruck.
»Gut. Dann schweige ich lieber.«
Das letzte, was er wollte, war Mitleid. Er hatte die letzten 386 Jahre ohne leben können, also warum auf einmal jetzt? Das war... überfordernd. Ja, Henry war überfordert.
Er schluckte den Kloß, der sich in seinem Hals bildete, herunter und antwortete mit rauer Stimme: »Danke. Das bedeutet mir viel. Ich hoffe, es ist so. Das würde mir mein Leben vielleicht ein wenig erleichtern... Jedenfalls die Erinnerung an mein früheres Leben.«
Er blieb bei der Treppe stehen.
»So, ich muss hier hoch. Sehen wir uns morgen dann? Oder lieber nicht?« Er lächelte sie an, obwohl es schief und traurig war. Aber was sollte er schon groß dagegen tun? Gefühle waren eben manchmal ziemlich unberechenbar!
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 9:07 pm

In der Tat, Nami konnte ihn wirklich kaum sehen. Nicht verwunderlich, da sie ja keinerlei animalischen Fähigkeiten besaß.
„Hö? Ach so… dann ist die Pyjamaparty wohl geplatzt, was?“, stellte sie nun doch etwas traurig fest. „Ich würde dich gerne morgen wieder sehen. Soll ich dir dann deine Sachen vorbei bringen, wenn ich daran denke?“, fragte die Blonde ihn noch. Aus irgendeinem Grund wollte sie nicht, dass er ginge, aber sie konnte ihn auch nicht aufhalten, so viel stünde fest.
Sie schweifte ein wenig in Gedanken ab und erinnerte sich an die Worte von ihm von wegen "Mit einem Besenstil die Lampen kaputt machen" So wie sie sich einschätzte, würde dies vielleicht schon heute passieren.
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 9:14 pm

»Ach, die Pyjamaparty... Meine Sachen... Die brauche ich – sonst kann ich nicht schlafen. Was meinst du... können wir sie schnell bei Tsuna abholen?« Die bedauernde, traurige Stimmlage fiel ihm natürlich auf. Sie wäre ihm auch aufgefallen, hätte er keine wunderbaren Tierohren. »Ach, vergiss es. Bob leiht mir sicher ein Kissen, und warm genug ist es auch.« Naja, abgekühlt hat es sich ja schon...
Er steckte die Hände in die Hosentaschen, da er gerade nicht wusste, wohin mit ihnen.
Henry blickte zu Boden, dann hoch zu den Neonlampen, die nicht brannten und wieder zurück zu seinen Schuhen. »Nun... Ich würde dich auch gern wiedersehen. Neben Bob bist du irgendwie die einzige Person, die sich mit mir halbwegs versteht.«
Noch zögerte er, doch dann zog er die Hände aus den Hosentaschen und umarmte sie, ganz fest, als würde sie Halt brauchen. Dabei war er es, der den Halt brauchte. An ihrem Ohr flüsterte er: »Danke für alles.« Ohne ein weiteres Wort, oder einen Blick, wandte er sich dann ab und ging die Treppe hoch.
Was ist da in mich gefahren? O.o
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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 9:26 pm

„Ja, ja okay. Dann schlaf gut“, meinte sie und wollte sich gerade zum gehen umdrehen, als er sie umarmte. Eine warme Umarmung und ein glückliches Gefühl machte sich in ihr breit. Sie konnte sich dies wirklich nicht erklären.
Bei seinen Worten musste sie jedoch unweigerlich an einen Abschied für die Ewigkeit denken. Denn so etwas ähnliches, hatte auch ihr Bruder einst vor vielen Jahren zu ihr gesagt. Aber dennoch, sie glaubte daran, dass sie Henry bestimmt wieder sehen würde. Dann wandte auch sie sich ab und ging den Gang entlang. Wie gern hätte sie ihm ein „Warte“ nachgerufen, aber irgendwie wollte ihr Körper nicht und sich diesem manchmal zu beugen brachte nix. Aus dem Grund ging sie. Sie ging dorthin zurück, wo der heutige Abend gestartet hatte. Aber sie merkte, dass etwas fehlte, in gewisser Weise und sie hoffte, die Anwesenheit der anderen würde sie aufmuntern.

OW: Zimmer 045
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Henry

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BeitragThema: Re: Die Flure des Nebengebäudes   Mi Aug 18, 2010 9:29 pm

Henry wollte sich noch einmal umdrehen, aber als er sich schließlich überwunden hatte, und die paar Stufen wieder hinabstieg – da war sie bereits fort. Bedauernd stieg er bis zum dritten Stockwerk und öffnete die Tür.

OW: Zimmer 314
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