Summerrain - Fantasy Rpg

Manchmal ist es Zeit zu gehen, alles liegen zulassen und Lebewohl zu sagen. Manchmal fühlen wir es einfach: Wir sterben. Ist es wirklich ein Ende? Nein, denn eine andere Welt geht nun weiter. Bist du bereit den Preis zu zahlen?
 
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 Schuleigener Garten

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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 8:02 pm

(kommt vom Wald)

„Sicher? Henriette hört sich doch gar nicht so schrecklich an.“, scherzte sie weiter und folgte seinem Blick zu dem Springbrunnen. „Der gefällt dir, was?“
„Pi?... etwa das Teil von Mathe?... Mathe ist schrecklich…“
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Henry

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 8:11 pm

»Und ob sich Henriette schrecklich anhört«, erwiderte Henry eisig und streckte die Hand aus, um eine blühende, schwarze Rose von einem plötzlich auflodernden, hellgrellen Feuer verbrennen. »Übrigens: das ist Feuer. Ich nenne das 'Lichtflamme'«, informierte er Nami und sah sich den Springbrunnen noch einmal von Nahem an.
»Ob er mir gefällt? Ich bin mir nicht sicher, was ich von ihm halten soll. Er drückt unterschwellig etwas aus, was mir nicht gefallen kann. Das veränderbare Wesen von Menschen und anderen Lebewesen... Man könnte denken, es wäre manipulier- und lenkbar.«
Als Nami meinte, Mathe wäre schrecklich, rezitierte er: »3.141592653589793238462643383279502884197169399375105820974944592307816406286. Pi mit 75 Nachkommastellen. Mathe ist einfach, wenn man sich erst einmal wirklich mit Mathe beschäftigt.«
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 8:22 pm

„Sieht schön aus, aber auch gefährlich.“, sagte sie und trat einen Schritt zurück, als er das Feuer auflodern ließ.
„Kopfschmerzen….“, murmelte Nami dann nur, als er ihr eine Menge von Zahlen an den Kopf warf. „ Ja ja… es ist einfach, wenn man sich damit beschäftigt… Betonung auf wenn. Übrigens, ich hab ne einfachere Zimmernummer. 022. Aber lass uns jetzt mal reingehen. Bei noch mehr Zahlen lasse ich sonst unseren Regenmantel noch fallen.“ Und schon lief sie los in Richtung des Wohngebäudes.

OW: Flure des Wohngebäudes.
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Henry

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 8:33 pm

»Gefährlich?« Henry schaute zu dem kleinen, rauchenden Aschehäufchen und zuckte mit den Schultern. »Für Organismen mit Zellen auf jeden Fall.«
Den verwirrten, gequälten Gesichtsausdruck von Nami nahm er eher belustigt zur Kenntnis.
»So etwas bringt dir Kopfschmerzen? Mir bringt es eher Vergnügen.«
Er lächelte sie an. »Ja, dann lass uns reingehen. Ich habe nicht zwingend das Bedürfnis, noch einmal nass zu werden und dann krank im Bett zu liegen.«

OW: Flüre des Wohngebäudes
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 11:32 pm

(kommt vom Wohngebäude – Flur)

„Eh ja, dein Fahrer hat mich über den Haufen gefahren… war ne komische Erfahrung.“, meinte sie und lief ein wenig tanzend im Regen, bis sie am Brunnen angekommen war um sich dort zu setzen. „Eh, aber um auf eure Vorschläge zurückzukommen. Zu wen gehen wir mit der Pyjamaparty?“, fragte sie dann grinsend und genoss es einfach noch einmal das kühle Nass auf ihrer Haut zu spühren.


Zuletzt von Nami Hanimaji am Sa Aug 14, 2010 11:39 pm bearbeitet; insgesamt 1-mal bearbeitet
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Tsunayoshi Sawada

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 11:37 pm

(kommt vom Wohngebäude – Flur)

Tsuna wurde von Nami mit gezogen und stand wieder im Regen
Aber Nass war er ja eh schon und sein Weißes Offenes Hemd eh klitschnass.
Mich wundert es nicht das ihr euch schon so gut zu verstehen scheint obwohl ohr euch erst seit kurzen kennt.
Weil es bei mir nicht anders war
sagte er zu Henry und folgte dann Nami zum Brünnen.
Wie wärs bei mir habe mehr als genug platz weil meine Familie genug springen lassen hat.
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Henry

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 11:43 pm

Er hat dich übergefahren?“ Henry stellte es sich bildlich vor und fröstelte – der Regen war nicht ganz unbeteiligt – einmal kurz. Als sie am Brunnen angekommen waren, musterte Henry ihn einmal skeptisch. „Du verfolgst mich heute, was?“, murmelte er und setzte sich neben Nami auf die Steinbank.
Ach, Nami ist ein offener Mensch, das macht es einfacher“, entgegnete Henry freundlich und starrte auf einen Holunderbusch, der sich unter dem Regen schon beugte.
Oh, wenn du meinst, dann können wir bei dir feiern“, meinte Henry lächelnd, „bei mir hätten wir sowieso einen merkwürdigen Mitbewohner. Er ist ein Schmetterlingsmensch und entgegen jeglicher Biologie verpuppt er sich und wird zur Raupe. Jeden Abend. Und jeden Mittag wird er wieder ein Schmetterling. Er erzählt gerne über seine Kindheit, in der er auf dem Rasen lag und Kartoffelkekse – und das ist kein Scherz – gegessen hat.
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Sa Aug 14, 2010 11:57 pm

„Jetzt schmeichelt ihr mir aber. Ich bin doch einfach ich.“, meinte sie lachend und sah dann auch noch einmal kurz zu dem Brunnen. „An noch mehr Wasser kommt man eben gerade nicht…außer ich würde ein Bad nehmen. Hmmm, ein Bad wäre jetzt auch ganz schön.“, schweifte sie in Gedanken ab und besah sich dann ihre nassen Freund und musste leicht grinsen.
„Mich wunderts immer noch, dass ihr mitgekommen seid.“, meinte sie und legte kurz jedem eine Hand auf die Schulter, machte wieder eine lange Handbewegung und schwuppdiwupp waren sie vom Wasser befreit und auch geschützt. So, dass der Regen nicht näher als einen Zentimeter kam und sie somit trocken blieben. „Nicht dass ihr wirklich noch wegen mir krank werdet.“, erklärte sie ihre Tat und nickte dann Tsuna zu. „Von mir aus können wir gerne zu dir gehen!“
„Schmetterlingsmensch, hm?... Dem würde ich gerne mal begegnen. So jemanden habe ich nämlich noch nicht in meinem Leben getroffen.“, meinte sie nach kurzem überlegen.
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Tsunayoshi Sawada

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   So Aug 15, 2010 12:15 am

Ja mein Fahrer wird wohl langsam alt aber er bestand ja drauf mich zu fahren.
Dann stimmte er Henry aber zu stimmt ist sie sie macht es einen nicht schwer da sind andere schon komplizierter.
Als er das dann aber mit dem Schmetterlings Mensch hörte musste er sich ein Lachen verkneifen.
Klingt interessant bin aber froh das ich mir das Zimmer nicht mit ihn teilen muss.
Dann trocknete Nami ihn und Henry auch schon.
Wow praktischer Trick.
Aber gut denn bei mir habe eigentlich alles wichtige dort.
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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   So Aug 15, 2010 12:23 am

Das reicht aus, um uns an dich zu binden“, grinste Henry und warf einen Blick über die Schulter zum Brunnen. „Doch kein Bad im Brunnen, oder?“, fragte er dann und stellte erleichtert fest, dass Nami ihn und Tsuna wieder trocknete, und den Regenschutz aufrief.
Glaub mir, der Schmetterlingsmensch ist wirklich kein schöner Anblick, so schön normale Schmetterlinge auch sind“, murmelte Henry und dachte an seinen Mitbewohner. Er hatte schon extra eine Trennwand aufgezogen.
Gut, dann ist es beschlossen. Nami ist nicht allein, und ich komme vom Schmetterlingsmenschen weg. Praktisch.
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   So Aug 15, 2010 12:34 am

„Kein Trick, Magie!“, korrigierte sie Tsuna mit einem grinsen.
„Baden im Brunnen? Out… Ich will ein schönes Schaumbad haben. Schön heiß und so! Aber glaub mir… der Schmetterlingsmensch wird nicht schlimmer als ein Monsterinsekt aussehen – ist ja eins. Aber gut, lasst uns wieder rein gehen!“ Schon war sie auch wieder enthusiastisch aufgesprungen und lief zum Gebäude, von dem sie noch eben gekommen waren.

OW: zurück auf die Flure xD
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Tsunayoshi Sawada

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   So Aug 15, 2010 12:40 am

Kann ich mir vorstellen und bin ganz froh noch keinen gesehen zuhaben.
Dann lief Nami auch schon wieder ins Gebäude und Tsuna könnte nur grinsen.
Na dann ihr nach woraufhin er aufstand und mit Handen in den Hosen Taschen ihr folgte.

OW Flur
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Henry

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   So Aug 15, 2010 12:42 am

Folgen wir einfach…“, murmelte Henry, stand auf und folgte den Beiden.

OW: Flur
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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 6:34 pm

(kommt von Zimmer 314)

Nami war nun am Boden wieder angelangt und nahm wieder ihre normale Gestalt an. Es regnete immer noch. Oder genauergesagt schüttete es. Jetzt musste sie auch zugeben, dass sich dieses kleine Gewitterchen, das sie erwartet hatte und das auch gekommen war, sich nun doch zu einem großen Regenguss entwickelte.
„Arschloch! Was denkt der sich?!“, fluchte sie lautstark und ging dann über den Park, bis sie bei einem Baum ankam, an dem sie sich letztendlich niederließ. Sie fasste kurz gedanklich zusammen: Sie war nackt, es schüttete, sie hatte sich mit dem bisher normalsten Jungen, den sie kennengelernt hatte, gestritten und sie wusste im Moment nicht genau wo sie war. Irgendwo im Garten, aber genaueres wusste sie auch nicht. Dafür verschleierte ihr der Regen die Sicht. Warum sie nicht eine ihrer Fähigkeiten anwandte? Gute Frage… aber solche Dinge lassen sich nicht ganz so leicht kontrollieren, wenn sie aufgewühlt war.
Deshalb hieß es für sie warten. Warten darauf, dass sich der Sturm in ihr wieder gelegt hatte.
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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 7:26 pm

Henry ließ Bob zu Boden fallen und setzte nun auch die vierte Tatze auf. Dass der Garten direkt unter seinem Fenster lag, war eigentlich ziemlich praktisch, da er dann von oben aus auch den tollen Springbrunnen sehen konnte. Doch im Moment ließ sich die weiße Raubkatze eher von anderen Dingen leiten, als von Reizen, die von der näheren Umgebung ausgingen.
Er ließ den Blick schweifen, spitzte die Ohren und hörte einen Fluch. Sein Kopf ruckte herum und er erblickte Nami. Okay, sie hatte sich zurückverwandelt. Okay, durch sein weißes Fell zeichnete sich deutlich die Röte ab. Okay, er hatte ihre Klamotten im Maul. Bob sah ihn strahlend an, als er auf Nami zuschritt, die unter einem Baum saß, und sich kurz vor ihr wieder in seine menschliche Form verwandelte.
»Du hast da eben etwas falsch verstanden...« Der Dämon hielt ihr ihren Pyjama hin, den sie in seinem Zimmer 'vergessen' hatte. »Du kannst eben nicht verstehen, wie ich von meinem Vater und der Ausbildung zum Ritter geprägt bin. Vom Adel. Von meiner eigentlichen Zeit – was aber nicht schlimm sein muss.« Er lächelte dünn. »Verzeih mir bitte. Ich habe überreagiert.«
Im Hintergrund schrie Bob jubelnd: »JOO, Henry! Weiter soooo! Ich glaub an dich!«
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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 7:48 pm

Nami hörte zwar, dass eine Scheibe zerbrochen war, ging jedoch nicht weiter darauf ein.
Jedoch sah sie kurz darauf eine große Gestalt auf sich zu kommen, die sich in Henry verwandelte.
Die Blonde rührte sich keinen Millimeter, abgesehen von ihrem Kopf, damit sie ihn lange ansehen konnte. Als er von seinem Vater sprach, musste auch sie an den ihren denken. An Regeln, die er ihr förmlich eingeflößt hatte. Die ersten drei Regeln: 1. Zeige nie Gefühle 2. Wahre immer deine Haltung 3. Verzeihe nix und niemanden!
Wie oft sie doch schon diese Regeln brach. Meist mehrmals am Tag. Nach weiterem Schweigen ihrerseits griff sie schließlich zu ihren Sachen, stand auf und zog sich an. Unbeirrt, dass er ihr dabei zusah. Und Bob, der weiter hinten etwas grölte.
„Ich sehe das an eine Entschuldigung an. Nimm meine Handlung als Erwiderung dieser an.“, meinte sie schließlich und strich sich ein paar Haare aus dem Gesicht. //Ich hasse es, wenn ich in einem Streit bin, aus dem ich nicht direkt als Sieger herausgehen kann.//, dachte sie sich und ein Seufzer entwich ihrer Kehle.
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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 7:58 pm

Wie bitte redet sie...., dachte er und sah in den dunklen Himmel, aus dem es immer noch wie endlos goss. Seine Haare klebten ihm unangenehm im Gesicht und das Wasser hatte seinen Pyjama bereits durchnässt. Allerdings hatte er keine Lust, sich von Nami helfen zu lassen. Ja, er hatte sich entschuldig. Aber das war auch nur anständig. Das war keine Entschuldigung dafür, dass sie sein Fenster geschrottet hatte – jedenfalls den Anfang davon, und ihn auch noch so demütigte, dass er ihr sogar hinterherlief – sprang. Bob jubelte immer noch leise, verzog sich aber langsam wieder in Richtung Haupteingang des Wohnheims. Lässt mich hier allein...
»In Ordnung«, machte er nur. Und jetzt?
Er wischte sich die nassen Haare aus dem Gesicht, so wie ein wenig Wasser aus den Augen. Unaufhörlich tröpfelte es auf ihn hinab, während er schwieg und ihr in die hübschen Augen sah.
Henry sah sich kurz um, zuckte mit den Schultern. »Ich glaube trotzdem, dass du mir noch böse bist«, gestand er, sah sie dann aber nicht an, sondern starrte den Springbrunnen an, der sich schräg links hinter ihr befand. Wandelbarkeit des Seins... Ich habe meinen Stolz überwunden und habe mich entschuldigt. Wäre mein Vater noch hier, hätte er mich dafür angeschrien. Die Taten eines Baskerville wurden vom König gewilligt. Wenn ein Baskerville etwas Falsches tat, dann war es, weil jemand sie dazu verführte. So war das im Adel. Nur sehr schwere Fälle wurden bestraft. Das Äußere kann sich ändern, wie man will – aber die wahre Herausforderung ist das Innere. – Ich bin trotzdem noch sauer, dass ich ihr hinterherrennen musste. Aber Streitereien enden meistens immer so, dass ich sie entweder mit meinem Degen beende, oder dass sich mein Streitpartner auf Knien zu mir zurückbegibt. Im Staub winselnd. Ich hoffe, ich muss mich daran nicht gewöhnen.
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Nami Hanimaji

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 8:08 pm

Ob ich dir noch böse bin? Ja… wäre wohl sehr gut möglich. Aber… egal…“, versuchte sie das Thema zu beenden und seufzte kurz.
„Über was denkst du nach?“, wollte sie nun aber doch wissen, als sie seinen Blick bemerkte. Angestrengt sehend in die Richtung des Brunnes. //Der Brunnen… schon wieder… du wirst mich wohl noch länger verfolgen, was?//, fragte sie ihn gedanklich auch wenn sie wusste, dass dies keinen wirklichen Sinn hatte.
„Du hast vorhin von deinem Vater gesprochen. Er scheint ein sehr… zynischer Mann gewesen zu sein. Aber da sind die Meisten wohl ziemlich gleich.“, meinte sie nun wieder mit einem leichten Lächeln auf den Lippen und ging dann los in Richtung der Gebäude. Immerhin sollte er ja nicht ihretwegen krank werden.
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Henry

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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 8:20 pm

»Aha«, tat er die Tatsache ab, dass Nami noch sauer auf ihn war. Aber es musste ja immer Leute geben, die auf einen sauer waren. Sonst wäre das Leben schließlich sehr langweilig, oder nicht? Außerdem war Nami ein Wassergeist, eine Spezies, die er noch nie gesehen hatte. Sollte er also ihren Hass schüren, würde er sich immer ein Hintertürchen offen halten können, wie er seinen ganzen Frust vergessen konnte. Ein Kampf gegen Wasser war aussichtslos, egal, wie erprobt man im Duell war, egal, wie viele Wunden man mit seiner Energie heilen konnte. Egal, ob das Licht das Wasser verkochen konnte. Ohne Sauerstoff starb man. Wohl oder übel. Sollte er der Welt überdrüssig sein – wie sollte man es ihm vergelten? Er war schließlich bereits 403 Jahre alt – könnte er es geschickt erreichen, einen Kampf herauszufordern, den er nur verlieren konnte. Aber sein Vater würde stolz sein. Der kannte schließlich seine Gedanken nicht.
»Meine Gedanken gehören mir«, erwiderte Henry darauf nur leicht abwesend, vielleicht eher zu seinem Vater, als zu Nami, die ihn gefragt hatte, worüber er nachdachte. Dann blinzelte er und sah das blonde Mädchen wieder an.
»Mein Vater war kein zynischer Mann.«
Nein, das war er überhaupt nicht. Er schaffte es nicht einmal bis zur Ironie. Die drei Stufen des 'humorvollen' Widersprechens. Ironie – das Verdrehen von Tatsachen. Sarkasmus – die gesteigerte, feindliche Art von Ironie. Zynismus – die menschenverachtene Art von Humor, die einem nur Feinde einbrachte. Nein. Sein Vater war niemals ein Zyniker gewesen, der sich auf groteske Weise über das Leben lustig machte.
Henry folgte ihr dann eine Weile schweigend. Ihr Lächeln verriet, dass sie eine Antwort, eine ehrliche Erklärung erwartete, da sie sich wirklich interessierte. Doch der Dämon schwieg weiter. Erst, als sie das Wohnheim wieder erreicht hatten, und er ihr die Tür aufhielt, murmelte er leise: »Er war stolz. Er war diszipliniert. Er war stark. Er war schlau. Er war... kühl. Mein Vater war der perfekte Ritter. Er hielt sehr viel auf seine Abstammung und auf seinen guten Namen, sowie seine Stellung. Dasselbe erwartete er von mir. Aber er war niemals zynisch. Er lachte nicht.«
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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 8:32 pm

Seine Gedanken gehörten ihm. Echote es in ihr nach. Gedankenlesen. Eine Gabe, die ein Wassergeist erst im hohen Alter erhielt. Noch nicht einmal ihr Vater beherrschte dies. Jedoch ihre Urgroßmutter. Sie war schon alt. Sehr alt. Wie alt sie war wusste sie schon selbst nicht mehr.
Dann aber hörte sie ihm wieder zu. Oder wartete genauer gesagt darauf, dass er wieder begann zu sprechen.
Der perfekte Ritter und ein Leben ohne Lachen. Wie traurig.“, meinte Nami schließlich. Sie fand dies wirklich traurig. Sie selbst lachte viel. Jedoch war sie sich auch sicher, dass er nicht perfekt war. Niemand war perfekt – und doch war es doch jeder. Kommt ganz auf die Definition eines jeden Einzelnen von diesem einen Wörtchen an. Sie nickte kurz zu, als Dank, dass er ihr die Tür aufhielt und trat ein.

OW: Gang.
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BeitragThema: Re: Schuleigener Garten   Mi Aug 18, 2010 8:37 pm

»Mein Vater war sehr glücklich – bis zu dem Zeitpunkt, da ich herausfand, dass meine Mutter eine Dämonin war, und ich eben noch anderes Blut und somit ein anderes Bluterbe besitze, als das edle der Baskervillefamilie. Ich konnte es noch ein paar Jahre durch reines Können und Disziplin schaffen, bei ihm zu bleiben. Aber die Tatsache, dass meine Mutter, die er über alles geliebt hatte, mehr als jedes andere Geschöpf, und auch mehr als seinen guten Namen, ihn von Anfang an belogen hatte, machte ihn irgendwann verrückt, stumpfte ihn ab. Ich erinnerte ihn an sie... Genauso meine Schwester. Allerdings schickte er nur Mutter und Schwester weg – mich behielt er. Er fand mich vielversprechend. Ich war ein Junge. Nicht ganz perfekte Maße für einen echten Ritter, aber dennoch: schlau, stark, wendig. Ich habe ihn enttäuscht.« Nie hatte Henry so lange über seine Vergangenheit geredet. Aber auf irgendeine Weise war es angenehm und erleichternd. Als Nami im Haus verschwunden war, folgte er ihr hinein.

OW: Gang
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